Keynote 3

Interprofessionelle Teams sind effizienter und senken die Kosten

Obwohl Interprofessionalität inzwischen kein Reizwort mehr ist, schwingen oft Bedenken betreffend unklare Abläufe, diffuse Verantwortlichkeiten und fehlende persönlicher Haftung mit. Im Gesundheitswesen werden deshalb belastbare Wirksamkeitsbelege gefordert, welche die Vorteile und den Nutzen interprofessioneller Praxis bestätigen. In der Versorgungsforschung wird die Frage der Kosteneffizienz von Interprofessionalität kaum bearbeitet. Im Beitrag werden deshalb Rahmenbedingungen der Transformation beleuchtet, welche Interprofessionalität zunehmend erfordern, die Vorteile skizziert gegenüber der konventionellen, monoprofessionell-hierarchischen Arbeitsorganisation und die fünf Methodenprobleme bei Untersuchungen zur Kosteneffizienz erörtert. Die Ergebnisse zeigen mehrere positive und einige negative Aspekte. In der Praxis erleben vor allem die Teams die positiven Aspekte, während die Herausforderungen vor allem für das Management ins Gewicht fallen.

Kurz-CV

Dr. Beat Sottas kommt aus dem Bildungswesen und hat an der Universität Freiburg in Sozialwissenschaften promoviert. Nach zehn Jahren universitärer Forschung und Lehre wechselte er in die Bundesverwaltung. Als Abteilungsleiter war er im BAG für die Medizinalberufe, Bildungsfragen und die Grundversorgung zuständig.

Seit 2008 ist er selbstständiger Berater und leitet eine Forschungsgruppe, die Projekte zu Versorgungskoordination, Kompetenzen der Health Professionals und Interprofessionalität durchführt. Besonders interessiert ihn, wie angesichts der disruptiven Transformation der Versorgung die Gesundheitsfachleute bedarfsgerecht qualifiziert werden können und wie mit Funktionsprofilen verhärtete Strukturen zukunftsfähig werden.   

Dr. Beat Sottas
Selbständiger Berater
sottas formative works - Versorgungsforschung & Bildung