Keynote 2

Die Heilenden Sieben - wie Krankenhausarchitektur Gesundheit beeinflusst

Was, wenn morgen der am sichersten geglaubte Raum - unser eigener Körper - keinen Schutz mehr bietet? Gibt es dann Hüllen, in die wir schlüpfen können? Krankenhäuser, die unseren Körper und unsere Seele beheimaten? Wer sich auf die Suche nach Antworten begibt, wird feststellen, dass es dringend notwendig ist, diese „heilenden Zwischenräume“ zu schaffen. Hierfür muss jedoch die Planung und Gestaltung von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen grundlegend verändert werden. Diesem Wandel die Wahrnehmung Schwerkranker zugrunde zu legen, ist Ziel der „Heilenden Sieben“. Über diese sieben Gestaltungsfaktoren, von denen wissenschaftlich bewiesen ist, dass sie das Stresserleben von schwer und chronisch Kranken beeinflussen, kann Architektur künftig Einfluss auf Genesung und Gesundheit - auch der Mitarbeitenden - nehmen. Der Vortrag gibt Einblick in die Entdeckung, Anwendung und Wirkung der Heilenden Sieben.

Kurz-CV

Prof. Gemma Koppen ist Architektin und seit 2023 Professorin für Entwerfen und Gesundheit an der Coburg University of Applied Sciences. Prof. Dr. Tanja C. Vollmer ist Biologin und Psychologin und seit 2019 Gastprofessorin für Architekturpsychologie an der TU München. Im Jahr 2008 gründen sie das Architektur- und Forschungsbüro Kopvol architecture & psychology in Rotterdam, 2018 in Berlin. Im selben Jahr gewinnen sie als ARGE Metron-Kopvol den Architekturwettbewerb zum Neubau der Schweizer Klinik Arlesheim. Ihre Arbeiten zur „Architektur als zweiter Körper“ (2022) und „Die Erkrankung des Raumes“ (2010) werden 2023 in der Pinakothek der Moderne in München und 2024 in Wien in der Sonderausstellung „Das Kranke(n)haus. Wie Architektur heilen hilft“ gezeigt.

Prof. Gemma Koppen
Professorin für Entwerfen und Gesundheit & Leiterin des Forschungslabors für Health Design
Coburg University of Applied Sciences and Arts

Prof. Dr. Tanja C. Vollmer
Gründerin und Wissenschaftliche Direktorin 
Kopvol architecture & psychology